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Brodenbach

Ich habe schon geglaubt, ich muss mit dem Blogschreiben aufhören, denn der Support erklärte mir, meine Beiträge könnten nicht in die neue Blogvorgabe übernommen werden. Okay, das ist die absolute Kurzform, die 5. Person konnte mir endlich helfen und dann war es eigentlich ganz einfach. Da fällt mir wieder der Spruch ein: "Ich möchte einmal mit Profis arbeiten!" In Brodenbach war ich Mitte bis Ende November, es ist also schon eine ganze Weile her. Schon in Burgen dachte ich, wie soll ich all die Bilder unterbringen und dann wurden es in Brodenbach noch mal so viele. Als ich hörte, dass ich Brodenbach ablesen darf, griff ich als erstes zum Handy, um mich bei einer Freundin anzukündigen. Das letzte Mal war ich bei ihr, als die Motorboote ihre Meisterschaften fuhren, es wurde schon längst Zeit für einen neuen Besuch. So war ich an meinem ersten Ablesetag gar nicht fleißig. Ich schaffte nur eine halbe Straße, weil der Kaffee so gut schmeckte und es so viel zu erzählen gab. Beim Schreiben bemerke ich gerade das Lächeln in meinem Gesicht... ja, es waren wirklich schöne Stunden.

Immer wenn ich an Bordenbach vorbeifuhr, sah ich einen alten Turm und fragte mich, was das wohl wäre. Ich hatte mir natürlich vorgenommen, dort hinauf zu steigen. Ich wurde schon oft von schönen Aussichten überrascht und wich spontan von meinen eigentlichen Wegen ab. Diesmal aber, fand ich den Weg nicht. Ich ging davon aus, dass ich ihn bestimmt an einem anderen Tag, von einer anderen Seite oder durch ein Hinweisschild finden würde, aber nein. Was ich aber nun weiß, ist, dass es ein Aussichtsturm und Kriegerdenkmal für die gefallenen Soldaten des 1. und 2. Weltkrieges ist.


Das spitze Dach gehört zur Heilig-Kreuz-Kirche, diese hat mich in ihrer Sichtbetonbauweise mit ihrer hässlichen Moderne erschreckt. Erst durch den Blick hinein und durch meine Betrachtung des modern gestalteten Kreuzweges konnte ich das Gesamtkonzept verstehen, aber schönreden musste ich sie mir immer noch.










Die "aal Kersch" die ehemalige katholische Ortskirche „St. Johannes von Nepomuk" ist heute Veranstaltungsort für Ausstellungen, Familienfeste, Konzerte oder Empfänge. Kaum zu glauben, aber wahr, die Kirche wird bei extremen Hochwasserständen geflutet.












In Brodenbach wurde mir bewusst, dass der Herbst und die bunten Blätter in den letzten Zügen lag und so gefiel es mir besonders die Farben einzufangen.


Begeistert war ich nicht nur einmal von den schönen Häusern, ob herrschaftliche alte Villen oder neue, ob Hotel, Kaufhaus oder Weinstube überall begegneten mir individuelle Gestaltungen die mich immer wieder überraschten.




Tolle Knoten im Wasser- und Schifffahrtsamt.
















Hier lässt sich gut erkennen, dass

der Herbst schon von den ersten

Winter- und Weihnachtsdekorationen

abgelöst wird, da ist doch so ein

Tiger langlebiger. Andere hoffen

dagegen, dass der Sommer ewig

hält und die Feigen noch reif werden.





Dieses Bild machte ich an einem Tag, an dem ich keine Lust hatte loszufahren. Vor meinem Fenster war es grau und nebelig, so nahm ich mir vor einige Stellen auf dem Hunsrück abzufahren, mit der Hoffnung, vielleicht doch noch die Sonne zu finden. Was für ein Erfolg. An solchen Tagen denke ich mir immer, was es doch für ein Gleichnis ist. Bleib nicht dort wo du bist, wenn es dir nicht mehr gefällt. Geh los und du wirst die Sonne finden.



Diese Bilder entstanden an einem diesigeren Tag, aber auch auf Brodenbachs Höhen, als ich Ortsteile und Höfe besuchte. Ich staunte, denn ich erkannte auch den Weg, den ich von Burgen schon einmal gefahren war. An Weihnachten wurde ich auch schon wieder erinnert, denn hier oben wurden Weihnachtsbäume zum Verkauf angeboten.

Der interessanteste Ableseort war aber die Ehrenburg. Schon oft hatte ich Hinweisschilder gesehen, aber es noch nicht bis dorthin geschafft.


An dem Tag als ich hier hinauffuhr, wollte ich eigentlich einen Stopp am Aussichtpunkt auf Brodenbach machen, aber dort wimmelte es von Polizei und ich denke SEK-Leuten, so fuhr ich weiter und stoppte auf dem Rückweg.




Apropos Polizei, auf der Polizeiwache verbrachte ich viel Zeit. Es ging um einen Ableseort, bei dem mich mir von dort aus Hilfe versprach. Die bekam ich auch und währenddessen durfte ich Polizeialltag schnuppern. Ich fand es sehr interessant.


Interessant war auch, als die Straße plötzlich im Wasser verschwand. Nein, es herrschte kein Hochwasser, hier sieht es immer so aus, autofreie Zone, es gibt nur eine Fußgängerbrücke mit wackelnden Steinen!






Zur Mühle Vogelsang gehört ein Campingplatz, aber man kann auch in Zimmern übernachten.

Ein Highlight war für mich das Ehrenburgertal. Es musste sich erst der Nebel verziehen, damit ich verstand, woher der Name kommt. Schaut man nach oben, so sieht man die Ehrenburg. Ich muss schmunzeln, wenn ich daran denke, wie ich die Burg plötzlich entdeckte. Überhaupt freute ich mich einfach sehr darüber Teile der Ehrbachklamm fahren zu dürfen. Im Frühjahr las ich den Strom in Buchholz ab und sah das erste Mal Hinweisschilder auf die Ehrbachklamm. Ich nahm mir vor, diese eines Tages entlang zu wandern. Nun habe ich so viel davon gesehen, dass ich das Gefühl habe, den Weg zu kennen. Das finde ich einfach großartig.


Das Ehrenburgertal hat etwas altes Verwunschenes, aber vielleicht lag es auch am Nebel. Nicht nur die Häuser, auch der jüdische Friedhof und die Rosenkranzkapelle faszinierten mich ungemein.






Brodenbach ist ganz sicher eine Reise wert, wenn ich nicht in der Nähe wohnen würde, müsste ich hier einmal Urlaub machen.






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