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Löf


Nach Regen, Regen, Regen endlich wieder Sonnenschein. Wie habe ich es genossen, endlich noch mal Sommerfeeling zu spüren. Den Insekten ging es wohl ähnlich und so bekam ich eine blaue Holzbiene zu Gesicht. Diese hummelartige Wildbiene schien den Tag genauso zu mögen wie ich. Überhaupt hatte ich das Gefühl im Süden zu sein. Löf im Sonnenschein erinnerte mich an Italien.

Wenn man nur diese Bilder sieht, ahnt man doch nicht, dass man in Deutschland ist, oder?

Links zu sehen ist das Denkmal für die Gefallenen am Friedhof Löf. 2010 fügte die Gemeinde eine Gedenktafel für die deportierten jüdischen Mitbürger hinzu. Zum ersten Mal sah ich solch eine Tafel an einem Kriegsdenkmal und es beeindruckte mich vielleicht auch deshalb so sehr, weil gerade ein Anschlag auf die jüdische Synagoge in Halle an der Saale verübt worden war. Ich kenne Halle sehr gut und auch viele Menschen die dort leben. Ich hatte, nicht nur aus den Nachrichten, gehört, wie der Täter Angst und Schrecken verbreitet hatte. Die Polizei hatte zum Schutz, stundenlang alles abgeriegelt. Wer in der Nähe war durfte die Wohnung oder den Arbeitsplatz nicht verlassen. Ich bekam hautnah mit, wie man sich um Menschen sorgte, die zu dem Zeitpunkt in Halle unterwegs waren und dann nicht zu erreichen waren. So blieb ich, länger als gedacht, am Denkmal stehen und sann meinen Gedanken nach. Wenn doch endlich solche Gräueltaten aufhören könnten!

Unten Bilder zur angrenzenden Kirche St. Lucia. Diesmal war ich nicht drin, da die Zähler im angrenzenden alten Gemeindehaus waren und die Kirche verschlossen war.

Ich will lieber wieder zu den schönen Dingen zurückkommen, auch wenn das jetzt recht banal klingt, aber ich habe mich über eine Kiwipflanze gefreut. Am Spalier hingen jede Menge Kiwi´s und ich hätte gerne gewusst, ob die in dieser Gegend auch süß werden.

Auch in Löf gab es Details an Häusern, die mir besonders ins Auge stachen. Vor allem die vielen Hühnergötter die als Ketten oder auf Gestellen gesammelt waren. Leider waren die Hausherren nicht zu Hause, denn ich hätte gerne gewusst, wie viele Urlaube man brauch, um diese Menge gesammelt zu haben.

Ein paar tierische Details waren auch toll. Ob die Türklinke eines Hundebesitzers oder der tierische Briefkasten, beide wurden übertroffen von dem selbst gestalteten Eulenbild, für das ich dem Macher mein Kompliment aussprach.

Inzwischen hat die Herbstdekoration mit Kürbissen Einzug gehalten. Es ist nur immer schade, dass die geschnitzten Kürbisse nicht lange halten.

Eine ganz andere Art von Dekoration fällt in Löf auf, nämlich die der Schmiedekunst. Ich nehme mal an, dass diese Kunst dort von der Schlosserei Haupt ausgeführt wird, denn dort sah ich so manches schöne Stück.

Jetzt will ich zu ein paar Aktivitäten von Löfer Bürgern kommen, die mir durch Plakate, Aushänge oder Bilder bekannt wurden. Zuerst freute ich mich über die Bezeichnung des Seniorentreffs, sie nennen sich "Löfer Spätlese" und ich dachte so, es gibt wohl keine liebenswertere Bezeichnung, für die Alten eines Weinbauortes, als diesen.

Im Hotel Lellmann nutzte ich die Gunst der Stunde und suchte die Toilette auf, dort waren Patenurkunden für Tiere auf einem Gnadenhof ausgehangen. So erfuhr ich z.B. von Lui, der dadurch echt "Schwein" gehabt hat und sah verschiedene Bilder von glücklichen Tieren. Unter www.stiftung-fuer-tierschutz.de kann man sich noch mehr Info´s holen.

Übrigens, wer sich zu dick findet und am liebsten keine Bilder mehr von sich machen lassen will, der sollte sich unbedingt einmal im Spiegel der Frauentoilette im Hotel Lellmann betrachten, darin wirkt man mindestens 10kg schlanker ;-)

Es wird sich, aber nicht nur um Tiere gekümmert, die Hilfe brauchen, sondern auch um Menschen. So veranstaltete der Musikverein Löf gemeinsam mit anderen Mitwirkenden ein Benefizkonzert für Heidi Rosenbach aus Nörtershausen. Sie hat das Rubinstein-Taybi-Syndrom und brauch eine Delfintherapie. Ich hoffe, dass diese Veranstaltung zu einem starken finanziellen Erlös führte und somit der kleinen Heidi geholfen werden konnte!

Ganz toll fand ich auch, dass es am Rathaus eine Korksammeltonne gibt, ich kann mich nicht erinnern, schon mal eine gesehen zu haben. Jedes Mal wenn ich einen Korken wegwerfe, habe ich ein schlechtes Gewissen, in Zukunft werde ich sie sammeln und nach Löf bringen.

Sieht so aus, als würde die Gemeinschaft in Löf großgeschrieben. Mir hat aber der immer wieder kehrende Blick auf Alken und die Burg Thurant am besten gefallen.

Auch hier gibt es viele Heiligenbilder und Kapellen, es gibt auch zugehörige Höfe, wie z.B. den Kergeshof. Dort fand ich schon irgendwie lustig, dass dort fast alle Bewohner Brachtendorf heißen. Ich fragte mich, ob dort einst Leute aus Brachtendorf hinzogen, wo denn die Familie Kerges geblieben ist und ob man früher den Hof in Brachtendorferhof umbenannt hätte...

Na gut, das sind nur Spinnereien einer allein umherlaufenden Frau.

Ich habe mir vorgenommen, demnächst zu zweit nach Löf zu kommen. Ich will unbedingt einmal bei den Lellmanns Steaks vom Lavagrill und Churrasco probieren. (www.hotel-lellmann.de)

Allerdings haben mir die Teller der Gäste und die Speisekarte der Traube besonders gut gefallen, vielleicht muss ich vorher dorthin.

(www.mosel-hotel-traube.de) Achso, zuerst war ich ja im Krähennest, kam nach Hause und erklärte, dass ich dort essen gehen möchte, vor allem, weil der Blick über das Moseltal von dort aus so schön ist (www.parkhotel-kraehennest.de) Sieht ganz so aus, als müsste ich öfter nach Löf kommen.

Kurz vor dem Krähennest befindet sich übrigens die Schneiderei der Nähfee. Bei ihr habe ich mich endlos verquatscht, denn sie hatte die tollsten Geschichten, aus ihrem Leben zu erzählen. So erzählte sie z.B. von Kai Pflaume, er überraschte sie einst und brachte sie mit ihrem Liebsten aus Argentinien zusammen, denn "Nur die Liebe zählt". Sollte ich im nächsten Jahr wieder in Löf unterwegs sein, muss ich Kuchen mitnehmen!

Und dann lernte ich noch, die Katzenrasse Ragdoll kennen. Ich muss gestehen, ich fand sie ganz hinreißend. Die blauen Augen, die ich bei Hunden gar nicht mag, verzauberten mich. Wenn mich jetzt einer fragt, welche Katzenrassen mir besonders gefallen, dann ist die Ragdoll dabei.

Nachtrag: Als ich in Brodenbach war hatte ich schöne Aussichten auf Löf unter anderem diese hier auf das Krähennest

#Löf #Ragdoll #Krähennest #Lellmann #Traube #Kergeshof #HeidiRosenbach #Korktonne #Benefizkonzert #Gnadenhof #Hühnergötter #StLuzia #blaueHolzbiene

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