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Kattenes


Im Oktober war ich in Löf unterwegs. Kattenes ist ein Ortsteil von Löf. Meine Kollegen, die die Straßen aufteilen, können scheinbar nicht zwischen Kattenes und Löf unterscheiden und hatten z. T. einzelne Hausnummern der falschen Straße, bzw. dem falschen Ort zugeordnet und schickten mich mal hierhin und mal dahin. Manchmal wusste ich schon gar nicht mehr wo ich bin. Als mich Holländer auf Fahrrädern nach dem Bahnhof fragten, war ich gedanklich gerade in Kattenes und wollte sie gerade an den Dorfeingang schicken, als mir die Brücke ins Auge fiel. Die Brücke befindet sich eindeutig in Löf! In dem Moment kam auch schon die Hausbesitzerin zur Tür heraus, an der ich gerade geklingelt hatte und so überließ ich es ihr, den Weg zu erklären.

Das Bahnhofsgebäude von Kattenes ist jetzt übrigens ein Wohnhaus. Am Anfang dachte ich noch, ob das nicht zu nah an den Schienen ist und deshalb zu laut. Aber hier liegen die meisten Häuser verdammt dich an den Gleisen und so lange ich dort war, hörte ich nur leise Personenzüge die wirklich nicht störten. Ich fragte mich, wann ich mal einen Güterzug hören würde, aber es kam keiner.

Eigentlich hatte ich großes Glück, diese nahen Orte zu haben, denn in diesen Tagen regnete es dauernd und was ich mir auch einrede, es macht keinen Spaß, bei Regen durch die Orte zu gehen. Regenschirm halten, Karte schreiben, das Ablesegerät bedienen, Aufkleber drucken, ist eindeutig zu viel. Ohne Schirm geht es nicht, weil die Gerätschaften nass werden, da fahre ich lieber nach Hause.

Das steinerne Huhn haben sich die Kattenesser aufgestellt, um an ihren Spitznamen zu erinnern "Kattenesser Hähnerbibb" und so findet man in Kattenes mehr unechte Hühner als woanders.

Das Schönste an Kattenes ist aber das Tal der 13 Mühlen. Dort habe ich viel Zeit verschwendet, denn ich habe nicht mehr an den Job gedacht, sondern habe den idyllischen Weg eher als Wandertag gesehen. Sonst hätte ich mich auch ärgern müssen, denn das Ableseergebnis war wirklich mau. Leider sind die Bilder auch nicht so der Renner, es war einfach viel zu diesig.

An diesem Brunnen beginnt der Mühlenweg.

Eigentlich hatte ich gehofft in einer der Mühlen eine ehemalige Mitschülerin, vom Englischkurs der Volkshochschule, wiederzutreffen. Leider war ihr Haus verschlossen und der unfreundliche Nachbar, wollte weder seinen Stromzähler ablesen, noch mir Auskunft geben, ob seine Nachbarin zu Hause ist oder wie so oft auf Reisen.

Besonders nett fand ich die vielen Kunstobjekte die über Kattenes verstreut sind.

Fußballfans die ihre Häuser schmücken, habe ich ja schon oft erlebt. Fahnen und Briefkästen mit Statement sind mir nichts Neues mehr, aber das ein ganzes Haus und der Hof von der Fanleidenschaft erzählen, war mir bisher noch nicht begegnet. Leider habe ich das Haus nicht besser auf`s Bild bekommen, aber ich kann sagen, das Grün geht weiter bis an´s Hausende.

In der Kirche gab es einen Vorraum, von hier aus konnte man in den Innenraum gucken und es gab einen Briefkasten.

Besonders schön ist der Blick von Kattenes nach Alken hinüber. Die Burg Thurant macht aus jedem Blick etwas Besonderes.

Von einem Stromzähler muss ich noch berichten, der war nämlich im Meerschweinchenstall. Dort gab es mehrere schöne zu Hause für verschiedene Meerschweinchen. Das erinnerte mich an die, die meine Kinder einst hatten und das ein Meerschwein, welches ich zu meinem 10. Geburtstag vom Nachbarsjungen geschenkt bekam. Es wurde noch am gleichen Tag, von unserem Kater gefressen...

Dachte ich gerade noch, ich habe alles geschrieben, so fällt mir doch noch die Frau ein, die ein kleines Stückchen Erde an der Straße, zu ihrem Lieblingsplatz erkoren zu haben schien. Wann immer ich vorbei kam, sie arbeitete an diesem kleinen "Gärtchen". Ich dachte, ich könnte es fotografieren, wenn sie nicht da ist, aber das geschah nicht und so habe ich kein Bild.

Ach ja, wie konnte ich die Destillerie (www.schuetzundco.de) vergessen. Der Geruch hängt mir immer noch in der Nase und der Weg bis unters Dach erinnerte mich stark an meine Arbeit in der Lebensmittelbranche. Die Schulstraße, in der sich dieser Betrieb befindet, hat mich bei meinen Ablesungen viel Zeit gekostet, denn die Adressen waren kaum zu finden, die Häuser so alt, dass die Zugänge längst von anderen Straßen zu erreichen waren und die Schulstraße selbst den Eindruck von einer einzigen Mauer hinterließ.

Enden möchte ich mit dem Weingut Fries, die Leute waren wohl gerade in der Weinlese und ich hatte Glück, dass der Herr Fries gerade zum Entladen der Trauben zurück kam.

#Kattenes #Hähnerbibb #Talder13Mühlen #Alken #Thurant

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