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Plaidt


Vor, nach und zwischen Saffig war ich in Plaidt. Wie schon im letzten Jahr, war dort Kirmes. Diesmal habe ich daraus gelernt und versucht, während der Hochfeierzeit in den Straßen abzulesen, die weiter entfernt vom Geschehen waren. Ich glaube es ist mir ganz gut gelungen. Diesmal fragte mich nämlich keiner so entsetzt, wie ich denn HEUTE denken könne, es wäre jemand zu Hause. Im letzten Jahr gab ich am

Montag wirklich auf und fuhr nach Hause.

Links im Bild die Nette, die mir ständig begegnete. In Plaidt las ich immer wieder das Wort Pellenz und ich war mir nicht sicher, ob damit wirklich nur der Landstrich bezeichnet wird oder ob es doch noch eine andere Bedeutung gibt. Mein Freund Mr. Google half und erklärte mir, dass damit ein Hügelland im nordwestlichen Teil des Mittelrheinischen Beckens zwischen Mayen im Südwesten und Andernach im Nordosten gemeint ist und es die Mundart für die Pfalz also die frühere Palatina ist.

Plaidt erlebte ich sehr unterschiedlich, denn es macht große Unterschiede in welcher Straße man wohnt. Je lauter die Straße, desto unansehnlicher sind oft die Häuser oder der Willen der Bewohner etwas

Schönes aus ihrer Umgebung zu machen. Aber meist hat sich an den Hauptverkehrsstraßen Gewerbe niedergelassen und so gab es für mich, einiges zu gucken.

Ich denke gerade an ein geschlachtetes Rind, italienische Accessoires für die Eigenheimgestaltung, Autos und Reifen, Imbissläden und Wohnwagen bzw.-mobile. Der Inhaber des letzten Geschäfts erzählte mir, dass er in den Urlaub fahren will und ich konnte mir nicht verkneifen, zu fragen wie. Ich dachte an Wohnmobil oder Wohnwagen, aber was war die Antwort?

Mit dem Motorrad in eine Ferienwohnung! Ich musste schmunzeln, schon klar, man will immer das, was man nicht hat! An anderer Stelle erlebte ich einen Baumarkt, für dessen Zähler ich über Sandberge klettern musste oder ich musste durch Straßen fahren, die von alten Paletten gesäumt waren. Da war der Duft in der Bäckerei und der Weg durch die Räucherkammern einer Fleischerei oder auch der Holzduft in der Schreinerei angenehmer. Ach ja, auch nicht überall zu finden, der Laden in dem man Comics aller Verlage bekommen kann (www.sammlerecke.de).

Wovon man in Plaidt aber erzählen muss, sind natürlich "De Plääde Schrotteler" oder die Plaidter Trass-Schrotteler

Was muss das für einen harte Arbeit gewesen sein, die Steine (Trass) zu sammeln, um sie zu Schrotteln zu verkleinern und zu verladen, damit sie in Mühlen gemahlen werden konnten. Da gehen wir heutzutage doch lieber in Fitnesscenter!

Kommen wir zur Kirche. Nachdem ich den Strom abgelesen hatte, ohne einen Blick hineingeworfen zu haben, war ich noch am überlegen, ob ich überhaupt hineingehen sollte, da öffnete sich von selbst die Tür. Fast wollte ich mich erschrecken, aber ich nahm die Einladung an und war beeindruckt vom Innenleben.

Immer wenn ich die Landstraße nach Plaidt oder Saffig fuhr, kam ich an einer Burg vorbei und ich hatte Lust mal einen Abstecher dorthin zu machen. Leider endete der direkte Weg an einem Wohnhaus und man konnte die Burg, nicht besser erkennen als vorher. Da kam mir der Zufall zur Hilfe, denn ich hatte ein alleinstehendes Haus zu suchen, welches mir den Weg von Hinten zur Burg zeigte. Vorher endete mein Weg allerdings im Naturschutzgebiet Nettetal und ich stellte fest, dass sich nicht nur der Weg durch den Rauscherpark lohnt. Übrigens lernte ich, dass das Nettetal die deutsche Flusslandschaft des Jahres 2008/2009 war. Der Weg zur Burg Wernerseck, wie mir ein Schild erklärte, war wegen Bauarbeiten gesperrt, aber ein kurzes Stück querfeldein und ich hatte endlich den erwünschten Blick gefunden.

Im Bild unten kann man die Brücke

erkennen, die Plaidt ein eigenes Bild gibt.

Vorher musste ich noch an einer großen Schafsherde vorbei.

Leider waren es trübe Herbsttage, die Bilder könnten schöner sein. Deshalb jetzt ein paar Nahaufnahmen von schönen Häusern und Dingen in Plaidt.

Ich liebe es schon, wenn ich besonders

schöne oder außergewöhnliche Häuser

sehen darf. Hier 2 originelle Exemplare.

Freude über Geburten werden oft in die Welt

hinausgerufen, hier wurde es besonders

schön umgesetzt.

Apropos originelle Häuser und ihr Innenleben, in Plaidt hatte ich einen Zähler abzulesen der sich im Heimkino einer Familie befand, ich war sehr beeindruckt. Überrascht war ich dagegen, als sich hinter einer Badezimmertür plötzlich ein Brieftaubenschlag öffnete. Der Besitzer säuberte gerade den Schlag und alles war nass. Ich las den Zähler ab und wusste nicht wie ich meine Schuhe trocken bekommen sollte, ohne das Badezimmer zu verschmutzen. Zum Glück kam mir dann die Ehefrau zur Hilfe. Woanders sah ich eine Zinnfigurensammlung die in ein Museum gehören müsste, weil die Aufstellungen z.B. Kriegszenen nachstellten oder auch die Pletteisensammlung in den verschiedensten Größen passt vielleicht irgendwann in ein Museum. Was mal aus der Sammlung von Steiff Teddy´s und Steiff Assessoires wird, kann ich mir nicht mehr vorstellen, seitdem ich im Fernsehen einen Bericht über alte Puppen gesehen habe. Die Generation dieser Liebhaber stirbt wohl langsam aus. Ein Haus beeindruckte mich mit seiner Figurensammlung schon im Garten, die Zimmer erzählten weiter von der Sammelleidenschaft der Besitzerin. Eine Familienangehörige hatte mir das Haus geöffnet und sie erzählte, dass sie das Haus der Tante hüten würde und davon, dass sie früher oft gesagt hatte, wenn du jemanden bestrafen willst, dann lass ihn bei der Tante Staub wischen! Jetzt tut sie es aus freien Stücken, irgendetwas ist da wohl schief gelaufen...

Zum Abschluss noch einmal die Welt rund um die Nette.

#Plaidt #BurgWernerseck #NaturschutzgebietNettetal #Vulkanparkradweg #Schrotteler

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