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Ohlenfeld


Nun bin ich wieder zurück in Boppard-Buchholz aber diesmal in Ohlenfeld. Ein Thermometer zeigte mir, dass ich bei 33 °C in meinen neuen roten Volleyballturnschuhen (in meiner Jugend haben wir sie so genannt) durch die Straßen lief. In einem Haushalt, in dem mir eine rot gekleidete Frau öffnete, bekam ich dafür auch ein Kompliment. Allerdings hatte ich wohl die falschen Strümpfe an und so schmerzte bald mein Zeh, deshalb beschloss ich, bevor ich eine Blase bekomme, fahre ich nach Hause und ziehe mir Sandalen an. Was für ein Genuss, Sommer ist doch etwas Schönes! Für mich sind immer die Sackgassendörfer am schönsten, ich kann die Straßen kreuzen ohne auf Autos warten zu müssen und so lief ich mal wieder im Zick Zack die Straßen entlang und genoss die blühenden Blumen und Sträucher.

In einem Zeitungskasten hatte sich ein Rotkehlchen ein Nest gebaut und ich war erstaunt, dass es keine Angst vor mir zu haben schien. Die Hausbewohnerin hatte extra einen Zettel aufgehangen, indem sie auf den brütenden Vogel hinwies. Wie sie mir aber erzählte, hatte es der Zeitungsbote gerade einmal wieder nicht verstanden und so hatte er mit seiner Zeitung das Nest ganz nach hinten geschoben. Sie freute sich als ich ihr berichten konnte, der Vogel hat sein Nest wieder angenommen und bebrütete seine 5 Eier weiter.

Vögel kommen auf die Erde und Menschen wollen in den Himmel, die Welt ist schön verrückt.

In Ohlenfeld empfing mich an einer Haustür ein Zettel mit der Aufschrift: "Bitte nicht stören!" Ich fühlte mich fast ein bisschen hilflos, war wirklich ich gemeint? Wen würde ich stören, wenn ich trotzdem klingelte? Nach einigem Zögern, klingelte ich doch. Es wurde sofort geöffnet und auf Nachfrage bekam ich auch eine Erklärung. Nein, der Zettel galt nicht für mich, aber im Nachhinein finde ich, dass der Zettel, mit einem Augenzwinkern, zu diesem Vorgartendorf passt.

#Boppard #Buchholz #Ohlenfeld #Baumhaus

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