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Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein


Weiler schafft Aussichten wie so schnell kein anderer Ort. Burg Sterrenberg und Burg Liebenstein, auf der gegenüberliegenden Rheinseite, sind fast von überall gut sichtbar, man nennt sie auch die feindlichen Brüder. Manche Häuser haben traumhafte Panoramaaussichten, oft sind dafür, aber unendlich viele und hohe Treppen zu steigen. Auf dem Bild kann man gut erkennen, in welcher Höhe manche der Hauseingänge liegen. Selbst in den Häusern erlebte ich Treppen wie nie zuvor. Ein Aufgang wird mir sicher für immer unvergessen bleiben. Als mir die Tür geöffnet wurde, sah ich eine Treppe, die um einen Felsen herum nach oben führte. Die Wohnung begann erst eine Etage darüber. Viele Treppen bedeuteten auch mehr Treppenlifte als anderswo, sowohl innen, als auch von außen. Da Weiler aber kein gewöhnlicher Durchfahrtsort ist, erlebte ich wieder viele Kinder die draußen gespielt haben und mit Innlinern und Co unterwegs waren. Für meine Begriffe, ein lebenswerter Ort mit sehr schönen neuen Häusern, interessant sanierten alten Häusern und netten Menschen. Mein größtes A und O bleibt aber mal wieder an den Tieren hängen. So traf ich einen großen s/w gefleckten Hund, wie ich ihn nie zuvor sah. Als ich nach der Rasse fragte, wurde mir erklärt, der Hund wäre in Spanien gerettet worden, also keine Ahnung was sich da alles vermischt hätte. Zu Hause suchte ich nach einem vergleichbaren Exemplar im Internet und wurde vom Ergebnis echt überrascht, denn dieser Hund entsprach einer Deutschen Dogge. Ich hatte mich nie weiter mit dieser Rasse auseinandergesetzt und hatte keine Ahnung, dass es diese Rasse in den verschiedensten Farben gibt oder gar, dass er als der offizielle State Dog des US-Bundesstaats Pennsylvania gilt, nicht dass es Bismarcks Lieblingshunde waren und schon gar nicht, dass sie im Kaiserreich als Reichshunde bezeichnet wurden. Dieses spanische Exemplar hier hatte, in meinen Augen, besonders hübsch verteilte große, mittlere und viele kleine schwarze Flecke und ich war so etwas wie schockverliebt. Groß geworden bin ich mit einem Riesenschnauzer. Meine Fee war ein ausgesonderter Polizeihund. Sie kannte jedes Kommando, aber hatte Angst vor Wasser, lief nicht über schmale Stege, war immer lieb und freundlich, solange keine Russen im Dorf waren und war eher am Fressen interessiert. In Weiler traf ich endlich auch Riesenschnauzer, die haben mich aus ihrem Zwinger heraus, ganz schön erschreckt. Ein Bayrischer Schweißhund der, zu seinem eigenen Schutz, gerade einen Hundekragen trug, begleitete mich und sein Herrchen, um in einem leerstehenden Haus den Strom abzulesen. Er muss demnächst zur Hundeführerprüfung, wo ermittelt werden wird, ob sein Halter fähig ist, ihn zu verstehen und ob sie bald zusammen auf die Jagd gehen können. Für einen kleinen Eindruck, hier mal entsprechende Bilder.

Entsetzen packte mich als ich an einem leerstehenden Haus, die zurückgelassenen Katzen entdeckte. Der Nachbar erzählte mir, dass er schon den Tierschutz verständigt hätte, aber es wäre niemand gekommen. Wenn mich nicht alles täuscht, waren es Britisch Kurzhaar Katzen und eine ernährte sich inzwischen von der anderen verstorbenen. Was für ein Trauerspiel. Wie können es Menschen nur immer wieder übers Herz bringen, ihre bis eben noch geliebten Haustiere allein zu lassen oder auszusetzen. Natürlich kenne ich in dem Fall die Hintergründe nicht, vielleicht waren die Besitzer auch verstorben und an die Katzen hat kein Hinterbliebener gedacht. Vielleicht ging man einfach davon aus, es würde sich schon irgendein Nachbar kümmern? Warum hat es also keiner getan? Ich selbst habe eine Katze bei mir aufgenommen, die nach eingängiger Recherche wohl ausgesetzt worden ist. Ein bisschen Futter draußen hinzustellen, ist doch bestimmt nicht zu viel verlangt!

Und dann verschlug es mich plötzlich nach Schweden, das 2. Mal, dass ich an Harry Potter denken musste, denn es ging zuvor schon zur Winkelgasse. Hatte ich irgendwo einen Portschlüssel angefasst? Wie komme ich jetzt wieder nach Hause? Ich berührte einfach die blaue Fahne, wurde so zum blauen Haus portiert und kam wohlbehalten, vielleicht ein bisschen schwindelig wieder zurück.

Kleiner Scherz ;-) Endlich ist der Frühling in seiner ganzen Pracht da, ich bewundere überall die bunten Blumen die in den Vorgärten blühen. Die Bäume überbieten sich mit ihrer Blütenpracht und am liebsten würde ich nur noch die Natur fotografieren. Den Blog aus Weiler beenden, möchte ich aber mit den kleinen, reinen, weißen Buschwindröschen.

#BurgSterrenberg #BurgLiebenstein #BoppardWeiler

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